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Das 13. Jahrhundert markierte für eine kleine Siedlung an einer Meerenge südlich der Insel Rügen den Ausgangspunkt zu einer besonderen Entwicklung, der sie schließlich zu einer der mächtigsten und bedeutendsten Städte im mittelalterlichen Ostseeraum werden ließ: 1234 erhielt Stralsund Stadtrecht nach Lübecker Vorbild und wenige Jahrzehnte später erfolgte der Beitritt zur Hanse. Welchen Reichtum die Stadt am Strelasund damals erlangte, lässt sich noch heute an den imposanten gotischen Gebäuden erahnen: die gotischen Kirchen oder das Rathaus seien hier als Beispiel erwähnt. Aber auch die gut ausgebauten Wehranlagen lassen vermuten, dass man hier etwas zu verteidigen hatte. Diese Stadtbefestigung war sogar so gut ausgebaut, dass der berühmte General Wallenstein an ihr verzweifelte und die Stadt im 30-jährigen Krieg nicht einnehmen konnte. Zur Verteidigung der Stadt kamen aber damals auch die Schweden, die schließlich wenige Jahre später Landesherren wurden: Im Jahre 1648 wurde ihnen Vorpommern einschließlich Stralsund gemäß den Bestimmungen des Westfälischen Friedens zugesprochen. 1815 wechselten die Landesherren: Die Schweden gingen, die Preußen kamen und mit ihnen auch der wirtschaftliche Aufschwung: Die Stadt expandierte und überschritt um 1900 die 30.000-Einwohnermarke. Heute zählt Stralsund etwas mehr als 60.000 Einwohner und ist somit die größte Stadt Vorpommerns.
  

  


Meeresmuseum

Die auffälligsten Bauwerke Stralsunds sind die drei Hauptkirchen, errichtet als gotische Backsteinbasiliken, die schon weit aus der Ferne in den Blickwinkel rücken. Den hohen Turm von St. Marien kann man besteigen, um von dort einen herrlichen Rundblick auf die Altstadt und auf die Insel Rügen zu genießen. Vorher sollte man sich aber im Kircheninneren die Stellwagenorgel aus dem 17. Jahrhundert angeschaut haben. Die Innenausstattung von St. Nikolai ist sogar noch sehenswerter. Direkt neben St. Nikolai befindet sich das Rathaus mit einer wunderbaren gotischen Schaufassade zum Alten Markt hin. Verlässt man den Marktplatz Richtung Mühlenstraße, öffnet sich der Blick zu einer langen historischen Giebelhäuserreihe. Verlässt man den Marktplatz Richtung Fährstraße, läuft man ebenfalls an vielen historischen Häusern vorbei, um schließlich an den Hafen am Strelasund mit seinen großen Speichern zu gelangen. In unmittelbarer Nähe des Hafens liegt auch das Heilgeistkloster, eine einzigartige bauliche Kombination von gotischer Backsteinkirche und bunten Fachwerkhäusern.


Ozeaneum und Gorch Fock

Von den mittelalterlichen Wehranlagen ist noch einiges erhalten: das Knieper- und das Kütertor, Reste der Stadtmauer und vor allem die vorgelagerten Teiche, die mit dem Strelasund zusammen, der Meerenge zwischen Stralsund und Rügen, die Altstadt völlig umgeben und sie quasi zu einer Insel werden lassen. Schließlich seien auch noch die Museen erwähnt, die einen weiteren besonderen Reiz Stralsunds ausmachen: das Kulturhistorische Museum beherbergt u. a. Ur- und Frühgeschichts-, Waffen-, Münzen- und Spielzeugsammlungen. Meeresmuseum und Ozeaneum, die Museen mit den meisten Besucherzahlen in der Hansestadt, gewähren detaillierte Einblicke in das maritime Leben unter den verschiedensten Aspekten. Im Hafen ankert außerdem ein schönes Museumsschiff: die Gorch Fock I, ein altes Marinesegelschulschiff. Und endlich: Im ehemaligen Johanniskloster sind der Kreuzgang, die Barockbibliothek, der Kapitelsaal und der Räucherboden sehenswert.

  

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